Das etwa 10.000 Einwohner zählende Städtchen in der Nähe der Grenze zu Kroatien ist ein Zentrum der historischen Weingegend. Wichtigste Sehenswürdigkeit ist die über die Drauebene wachende Grenzburg aus dem 13. Jh., eines der am besten erhaltenen und einheitlichsten Baudenkmäler Ungarns. Die wichtigsten Elemente des Bauwerks stammen aus dem Mittelalter, aber der Gebäudekomplex trägt Spuren fast aller Stilepochen der Architektur.
Der wichtigste Denkmalteil ist die gotische Burgkapelle. In der Burg können ein gotisches und ein Renaissance-Lapidarium, das ehemalige Gefängnis mit der Folterkammer sowie diverse Ausstellungen besichtigt werden. Von der sog. spanischen Bastei bietet sich gegen Norden hin ein prächtiges Panorama der Stadt und der umliegenden Weingärten. Es ist wahrscheinlich kein Zufall, daß das imposante Burginnere Schauplatz des zweijährlich stattfindenden Internationalen Blasorchesterfestivals ist. Manche Programme der Veranstaltungsreihe "Siklóser Herbst" finden ebenfalls in der Burg statt. Die Kirche in der ehemaligen Außenburg wurde im 14. Jh. errichtet. Die im Chor freigelegten gotischen Malereien, die am besten erhaltenen und besten Exemplare der ungarischen Freskenmalerei, stammen ebenfalls aus diesem Jahrhundert. Die Osmanen errichteten in der Stadt mehrere Moscheen. Ein hervorragendes Baudenkmal aus der Zeit der türkischen Herrschaft ist die im 16. Jh. errichtete, viereckige und mit einer Kuppel überdachte Moschee des Malkotsch Bei mit offener Vorhalle. In die Wände des Innenraumes wurden während der Bauarbeiten zur Verbesserung der Akustik Lehmkrüge eingemauert. Für die an der Moschee durchgeführten Renovierungsarbeiten erhielt die Stadt 1992 von der Internationalen Kommission für Denkmal-pflege in Den Haag den Preis "Europa Nostra". Sehenswert ist die serbisch-orthodoxe Kirche mit der einmaligen Ikonostase.