Die Siedlung mit 56o Einwohnern liegt zwischen Balatonszárszó und Balatonszemes. Die alte Gemeinde hat beinahe ihren ganzen dörflichen Charakter beibehalten. Das Dorf wurde das erste Mal 1o82 in einem vom König Ladislaus herausgegebenen Urkunde erwaehnt. Ende des 16. Jahrhunderts gehörte es zu Tihany und musste sowohl der türkischen als auch der ungarischen Macht Steuern bezahlen.
Nur vier Familien überlebten die türkische Herrschaft. Im Jahre 18o7 übernahmen die Piaristen die Siedlung, welche neben der katholischen auch schon eine evangelische Kirche hatte. Das Wahrzeichen der Gemeinde ist der von den Piaristen erbaute vierstöckige Getreidespeicher, sowie mehrere volkstümliche Wohnhaeuser. Der grösste Teil der Seeufers von Öszöd umfasst ein abgesperrtes Gebiet der ungarischen Regierung. Am restlichen Teil des Strandes entstanden Campingplaetze und Straende mit freiem Zugang. Südlich davon befindet sich die Gemeinde Telki, zu der ein gut begehbarer Feldweg führt. Das Heiligtum in der Kapelle der Gemeinde stammt aus dem 13. Jahrhundert, die Kapelle selbst ist im romanischem Stil, das Schiff aber aus dem barocken 18. Jahrhundert.